Moosli entdeckt Behausungen im Wald
Heute ging Moosli langsam durch den Wald.
Er schaute nicht nur nach unten.
Er schaute auch nach oben.
„Der Wald sieht heute irgendwie anders aus“, murmelte er.
„Vielleicht, weil ich genauer hinschaue.“
Plötzlich blieb Moosli stehen.
„Was ist das denn?“, flüsterte er.
Hoch oben im Baum entdeckte er ein Nest.
Es war rund und aus Zweigen gebaut.
Ein paar weiche Federn lugten heraus.
Moosli legte den Kopf in den Nacken.
„Hier schläft bestimmt jemand ganz hoch oben“, dachte er.
„Vielleicht Pip oder Lina.“
Ein paar Schritte weiter sah Moosli etwas anderes.
Ein kleines, dunkles Loch im Boden.
Daneben lagen Erde und Blätter.
Moosli kniete sich hin.
„Hm … hier wohnt bestimmt jemand unter der Erde“, sagte er leise.
„Vielleicht schläft hier jemand ganz tief unten.“
Da hörte er ein langsames Rascheln.
Trulla, die Schnecke, kroch gemütlich an ihm vorbei.
„Du hast Behausungen entdeckt“, sagte sie ruhig.
„Jedes Tier im Wald hat ein eigenes Zuhause.“
Moosli setzte sich ins Moos.
„Aber warum wohnen alle so unterschiedlich?“, fragte er.
„Und warum schlafen sie nicht so wie ich?“
Trulla lächelte.
„Weil jedes Tier anders ist“, erklärte sie.
„Und weil jedes Tier etwas anderes braucht.“
Sie zeigte mit ihrem Fühler nach oben.
„Vögel bauen Nester. Sie schlafen hoch oben, sicher vor Feinden.“
Dann deutete sie auf das Loch im Boden.
„Hasen, Füchse oder Mäuse leben in Bauen oder Löchern. Dort ist es warm und geschützt.“
„Und ich?“, fragte Moosli neugierig.
Trulla lächelte noch mehr.
„Du schläfst in den Wurzeln deines Traumbaums“, sagte sie.
„Gut versteckt. Kuschelig. Genau richtig für dich.“
Moosli dachte nach.
„Also ist kein Zuhause besser als das andere“, sagte er langsam.
„Es ist einfach anders.“
Trulla nickte.
„Genau. Ein Zuhause schützt vor Regen, Kälte und Angst.
Und es gibt jedem das Gefühl: Hier gehöre ich hin.“
Auf dem Heimweg schaute Moosli ganz genau hin.
Er entdeckte einen Laubhaufen.
Ein Nest.
Ein Loch.
Einen hohlen Baumstamm.
„Der Wald ist voller Zuhause“, dachte Moosli.
„Man sieht sie nur, wenn man achtsam ist.“
Als Moosli später in seinem Baumhaus lag,
unter seiner weichen Moosdecke,
lächelte er zufrieden.
„Ich glaube“, dachte er,
„mein Zuhause ist genau richtig für mich.“
🌱 Was Moosli gelernt hat
Tiere wohnen in unterschiedlichen Behausungen
Jede Behausung passt genau zu dem Tier
Ein Zuhause gibt Schutz, Wärme und Sicherheit
Es ist gut, dass nicht alle gleich sind
🎒 Mach mit! (mit Beispielen)
Schau dich draußen oder auf Bildern um.
Welche Behausung siehst du?
➡️ zum Beispiel:
ein Nest im Baum
ein Loch im Boden
ein Laubhaufen
ein hohler Baum
Wer könnte dort wohnen?
➡️ zum Beispiel:
ein Vogel
ein Hase
ein Igel
eine Maus
👉 Du darfst raten. Niemand weiß immer alles genau.
💬 Denkfrage
Wo fühlst du dich sicher?
➡️ zum Beispiel:
zu Hause
im Bett
bei Mama oder Papa
an einem ruhigen Ort
Moosli Discovers the Many Homes in the Forest
Today, Moosli walked slowly through the forest.
He didn’t only look down at the ground.
He also looked up into the trees.
“The forest looks different today,” Moosli murmured.
“Maybe because I’m looking more carefully.”
Suddenly, Moosli stopped.
“What is that?” he whispered.
High up in a tree, he saw a nest.
It was round and made of twigs.
A few soft feathers were peeking out.
Moosli tilted his head back.
“Someone must sleep way up there,” he thought.
“Maybe Pip or Lina.”
A few steps later, Moosli noticed something else.
A small, dark hole in the ground.
Next to it lay bits of soil and leaves.
Moosli knelt down.
“Hm… someone must live underground here,” he said softly.
“Maybe someone sleeps deep down below.”
Just then, he heard a slow rustling sound.
Trulla, the snail, crawled past him calmly.
“You have discovered homes,” she said gently.
“Every animal in the forest has its own home.”
Moosli sat down in the moss.
“But why does everyone live so differently?” he asked.
“And why don’t they sleep like I do?”
Trulla smiled.
“Because every animal is different,” she explained.
“And because each one needs something different.”
She pointed up into the tree.
“Birds build nests. They sleep high up, safe from danger.”
Then she pointed to the hole in the ground.
“Hares, foxes, and mice live in burrows or holes.
Down there, it is warm and protected.”
“And what about me?” Moosli asked curiously.
Trulla smiled even wider.
“You sleep in the roots of your dream tree,” she said.
“Hidden, cozy, and just right for you.”
Moosli thought for a moment.
“So no home is better than another,” he said slowly.
“It’s just different.”
Trulla nodded.
“Exactly. A home protects us from rain, cold, and fear.
And it gives everyone the feeling: This is where I belong.”
On his way home, Moosli looked very carefully.
He noticed a pile of leaves.
A nest.
A hole.
A hollow tree trunk.
“The forest is full of homes,” Moosli thought.
“You just have to look closely.”
Later, as Moosli lay in his tree home,
under his soft moss blanket,
he smiled happily.
“I think,” he thought,
“my home is just right for me.”
🌱 What Moosli Learned
Animals live in different kinds of homes
Each home fits the animal perfectly
A home gives protection, warmth, and safety
It’s good that not everyone is the same
🎒 Try It Yourself!
Look around outside or in pictures.
What kind of home do you see?
➡️ for example:
a nest in a tree
a hole in the ground
a pile of leaves
a hollow tree
Who might live there?
➡️ for example:
a bird
a hare
a hedgehog
a mouse
👉 It’s okay to guess. No one knows everything.
💬 Question to Think About
Where do you feel safe?
➡️ for example:
at home
in your bed
with mom or dad
in a quiet place